Schafsköpfe

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Schafe (Fortsetzung)
Auf dem Wiesenhof beginnt das Jahr mit der Lammzeit. Eine sehr schöne aber auch anstrengende und vor allem schlafarme Phase. Wir versuchen bei jeder Geburt dabei zu sein, um bei Schwierigkeiten helfend einzugreifen und sei es »bloß« bei großer Kälte das Neugeborene zur Wärmelampe zu geleiten. Im Normalfall werden bei den Ostfriesischen Milchschafen Zwillinge geboren, junge Schafe haben meist nur ein Lamm, es gibt aber auch gar nicht so selten Drillinge.
 

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Sind die Lämmer 6 Wochen alt, fressen sie bereits Hafer und Heu und wir fangen an, ein mal täglich zu melken. Dies ist meist Mitte März der Fall. Jetzt können wir mit der Produktion von Joghurt, Quark und Frischkäse beginnen. Nach 8 Wochen trennen wir die Lämmer endgültig von den Müttern und bekommen zwei mal täglich Milch. Nun können wir auch Schnittkäse schöpfen, welcher noch vier Wochen reifen muss bevor er verkauft werden kann. Gleichzeitig muss sich der Bauer um die Wiesenpflege und die Aussaat der Feldfrüchte (Hafer/Lupine/Klee ...) kümmern.

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Ab April – je nach Wetter – kommen die Schafsdamen stundenweise auf die Wiese. Die Futterumstellung von Heu auf Gras muss vorsichtig geschehen. Erst ab Mai können die Mädels regelmäßig auf die Weide. Jetzt sind sie Tag und Nacht draußen, nur zum Melken werden sie hereingeholt. Nach jedem Melken gibt es ein neues Stück Wiese. Das bedeutet für den Bauern, zwei mal täglich die Elektrozäune umzusetzen und etwa wöchentlich ganz neue Koppeln aufzustellen.

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Im Juni werden alle Schafe von ihrem dicken Pelz befreit, dazu kommt ein professioneller Schafscherer auf den Hof. Er beginnt 9.00 Uhr – ein Helfer reicht die Schafe und ein anderer räumt die Wolle beiseite. Gegen 13.00 Uhr sind alle 80 Schafe nackig und springen leichtfüßig umher, die Helfer dagegen verschwitzt und klebrig vom Wollfett. Den Schafen genügen schon zwei Zentimeter der gut isolierenden Wolle, um ausreichend vor Kälte, Wärme aber auch vor Regen geschützt zu sein – die sind nach wenigen Tagen nachgewachsen.

Einen Bericht über die Schafschur 2017 gibt es bei
www.landvergnuegen.com/blogs/magazin/landvergnugen-magazin-herbst-2017
ab Seite 6 des Landvergnügen Magazins Herbst 2017
 

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Jetzt im frühen Sommer gibt es das meiste und beste Futter, die meiste Milch (2 Liter Pro Tier und Tag). Zeit für Hartkäse! Und wir denken schon wieder an den Winter: Heuernte , Heuernte, nochmal Heuernte, Ackerpflege, Unkrautbekämpfung (mechanisch), Käsekeller füllen...
Ab August verlangen die Schafsdamen nach männlicher Gesellschaft, sie werden »bockig«. Die Böcke haben den Sommer unter sich auf einer abgetrennten Weide verbracht, die Ruhe genossen, bei der Haferernte zugesehen, ihre Kräfte gemessen und sich dabei auf die anstrengende Deck-Arbeit vorbereitet.
 

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Zu Beginn des Herbstes wird der Stall ausgemistet und gereinigt. Der Mist kommt als Düngung auf die Felder und Weiden. Jetzt gibt es langsam auch weniger Futter auf den Wiesen und weniger, dafür aber gehaltvollere Milch. Mit der fortschreitenden Trächtigkeit gönnen wir den werdenden Müttern und uns ab Ende Oktober eine Winterpause. Die Schafe gehen in den Mutterschutz, sammeln ihre Kräfte für die neuen Lämmer und wir wenden uns dem zu, was im Sommer liegen geblieben ist: Aufräumen, Reparaturen, Planung, Optimierung, Statistik, Ökokontrolle, Kontaktpflege, Weiterbildung, Baum- und Heckenschnitt, Holzeinschlag …
Gleich nach Weihnachten müssen die Lämmerboxen schon wieder aufgebaut werden, denn es schließt sich der Jahreskreis.
 

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© 2012 Peggy & Michael Hammer GbR – Letzte Aktualisierung
20.04.19

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